Spezial: Leo der kleine Panzer beim G7

Neulich war Leo der kleine Panzer zu Gast beim Kopfstand in der Baiz in Berlin. Im Vorfeld bat der Initiator mich darum einen abschliessende Geschichte zu schreiben in der das Schloss Elmau und der G7-Gipfel dem Erdboden gleich gemacht wird.

Baupunq du kannst das sicherlich sehr gut, du hast diesen militärischen Duktus drauf.

Gesagt getan am Ende des Abends stand in Elmau kein Stein mehr auf dem anderen. Aber wie konnte das geschehen. Daran beteiligt waren Lenin, eine Horde Elche und Leo, der kleine Panzer und seinen Freunde.

Hier die Ganze Geschichte für alle die nicht da sein konnten:

Leo der kleine Panzer beim G7-Gipfel

Tom der Elch stolperte vollkommen abgehetzt durch den Wald. Eine Reiterstaffel der Bayrischen Polizei war ihm dicht auf den Fersen. Er hatte ein zweites mal versucht die Barrikaden der Polizei vor Schloss Elmau zu durchbrechen aber diesmal waren sie vorbereitet und die SOKO Elch hatte sein Eindringen erfolgreich verhindert. Nun war er auf der Flucht. Auf einmal hörte er einen Schrei. Als er hinter sich blickte sah er das einer der Polizisten vom Pferd gestürzt war. Zwischen zwei Bäumen hatten Unbekannte ein Seil gespannt. Doch die Jagd ging weiter. Wieder ertönte ein Schrei und Tom sah im Augenwinkel wie ein Polizeipferd samt Reiter in eine Fallgrube einbrach.
Plötzlich wurden die Polizisten aus dem Nichts mit Steine beschossen so dass sie sich nicht mehr auf Tom den Elch konzentrieren konnten.
Die Polizeibeamten guckten sich panisch um wer das auf sie schoss und forderten per Funk Hilfe an. Als sie näher hinsahen sahen sie das in den Bäumen Kinder in militärischer Tarnkleidung saßen. Ihr Gesichter waren mit Tarnschminke auf die Farben der Umgebung perfekt abgestimmt. Als der angeforderte Sonderwagen 4 der Münchener Polizei ankam um den ersten Baum zu rammen um die Kinder herunter zu stoßen, sprangen diese schnell von selbst herunter und rannten zu einer Lichtung. Da Tom nicht wusste was er tun sollte folgte er ihnen da sie ihm ja geholfen hatten. Auf der Lichtung war es etwas heller als im Rest des dichten Waldes. Dass kam daher das in der Mitte der Lichtung ein Baum umgefallen war. Hinter diesem versteckten sich die Kinder. Kaum waren die Polizisten ebenfalls angekommen, kesselten sie die Kinder und Tom den Elch ein. Fünf Minuten später kam auch schon ein Wasserwerfer 10.000 um die Menschen und Tiere im Kessel anzugreifen. Als der Wasserwerfer am Rand der Lichtung stand schaltete er seine Flutlichtscheinwerfer ein und richtete seinen Wasserrohre drohend auf die Kinder.
Da stieg plötzlich hinter dem Baum eine blaue Wolke auf, begleitet von einem lauten Brummen. Der umgestürzte Baum drehte sich auf einmal und die Wurzeln zeigten auf den Wasserwerfer. Da schoss auf einmal eine Feuerwolke aus den Wurzeln machte ein großes Loch in den Wasserwerfer, so dass die Polizisten darin vor Schreck heraus sprangen und wegrannten. Der umgestürzte Baum richtete sein zerstörerisches Wurzelwerk nun auf den Sonderwagen 4. Erneute schoss eine Feuerwolken zwischen den Wurzeln hervor und zerstörte das Polizeifahrzeug.
Die Kinder lachten und freuten sich als die beiden Fahrzeuge explodierten. Tom stand wie versteinert da. Die MDMA-Bowle auf der Goa-Party schien doch etwas streng gewesen zu sein, er sah nun militante Kinder die Polizisten angriffen und Bäume die Feuer spuckten und Autos zerstörten.
Der Hügel auf dem der zerstörerische Baum gelegen hatte geriet nun komplett in Bewegung. Tom erkannte dass das kein normaler Hügel war. Unter dem Astwerk und Laub kam ein Panzer zum Vorschein.
Oben aus dem Turm guckte ein Mädchen heraus und schos mit dem riesigen Maschinengewehr auf die übrigen Polizisten. Als der Panzer komplett aus seiner Tarnung herausgefahren war, kletterten die Kinder vollkommen furchtlos darauf und setzten sich hin. Sie bedankten sich bei dem Mädchen. Da wurde Tom bewusst das er die Menschen verstehen konnte.

Tagelange Goa-Partys unter dem Einfluss von basslastiger Musik und diverser chemischer Substanzen hatten in seinem Hirn zufällig jene Areale aktiviert die für Kommunikation und Linguistik zuständig waren. Tom war erstaunt das er Worte wie Kommunikation und Linguistik richtig verwenden konnte. Da war er etwa 98% aller Polizisten um einige Äquatorlängen geistig voraus. Bisher waren seinen Gesprächsbeiträge selten über ein ÖÖÖÖÖÖHHHHHHRRRRRRRRR hinaus gekommen. Nun konnte er komplexe Sätze, bestehend aus Hauptsätzen und Nebensätzen konstruieren und auch noch die Komata richtig setzten. Er kannte sogar den korrekten Plural von Komma.

Er hörte das sie Kinder das Mädchen Pia nannten. Als er Pia ansprach guckte sie ihn kurz verdutzt an. Dann lächelte sie und stellte ihm ihre Freunde Panne und Leo vor. Aus einer Luke vorne an dem Panzer guckte ein Junge heraus und grüßte freundlich. Tom fragte wer denn Leo sei, da er ihn nicht sehen konnte. Da zeigte Pia auf den Panzer. Pia und Panne stiegen aus Leo aus und stellte sich noch einmal richtig vor. Das Mädchen hieß Pia Pionier und der Junge neben ihr war ihr Halbbruder Panne Panzergrenadier. Der Panzer vor dem sie standen war Leo der kleine Panzer, ein 62t Kampfpanzer mit 120mm Galttrohrkanone und 2 koaxialen Maschinengewehren vom Kaliber 12,7mm.

Auf dem Weg zum geheimen Protestlager im Wald erzählte Tom die Geschichte wie seine Freunde und er hierher gekommen waren. In ihrer Heimat in Schweden war es ihnen zu kalt zu dunkel und zu langweilig gewesen. Einuige seiner Kumpels drohten in Depressionen zu verfallen. Also hatten sie eines Tages beschlossen nach Süden auszuwandern. Beim Schwarzwald hatten sie Angst das es genauso dunkel war wie bei ihnen zu Hause so waren sie nach Bayern gekommen.
Auf dem Wagenplatz angekommen erzählen die Kinder von ihren Abenteuern und erzählten von Tom dem Elch. Der alte Waldemar-Ilja meinte das das alles die Resultate des Kapitalismus seien. Das es an der Zeit sei endlich andere Saiten aufzuziehen. Der Kapitalismus könne nicht passiv überwunden werden sondern nur durch militante, entschlossene, offensive, direkte Aktionen. Jede Minute des Zauderns und Zögerns gäbe dem Kapitalismus nur die Möglichkeit den nächsten Schlag vorzubereiten oder auszuführen. Dieses Gipfeltreffen in Schloss Elmau diene lediglich dazu die antidemokratischen, freiheitsfeindlichen Vorgehensweisen der Teilnehmer auf einander abzustimmen und so die Sicherheit der herrschenden und ausbeutenden Klasse zu festigen.
Harald der Mechaniker sagte: „Lenin jetzt beruhige dich mal wieder, der Arzt hat doch gesagt du sollst dich nicht so aufregen.“
Doch Waldemar-Iljas Worte hatten etwas bewirkt. Alle hatten erkannt dass wenn das hier nicht nur ein Campingausflug werden sollte sie mehr tun müssten. Tom und seine Kumpels waren entschlossen in das Schloss einzudringen und den Politfatzken zu zeigen was sie von ihrer schönen neuen Welt hielten. Leo schlug vor das sie diesmal einen Plan entwerfen sollten.

Aufgrund der zahlenmäßigen und technischen Überlegenheit des Feindes meinte Panne Panzergrenadier sei ein Frontalangrif ausgeschlossen. Zwar hätten sie einen Leopard2A6 Kampfpanzer an ihrer Seite, gegen den die Polizei machtlos wäre aber die Verluste unter der Infanterie seien nicht vertretbar. Pia schlug daher vor das sie von mehren Seiten angreifen sollten, zeitlich von einander getrennt. Leo hatte währenddessen im Hintergrund seine Langstreckenfunkanlage eingeschaltet und mittels PGP-verschlüsselter Frequenzen Kontakt zu einigen alten Klassenkameraden aus der Schule aufgenommen. Außerdem hatte er auch seine Tante Ju angefunkt. Nun wartet er auf Antworten. Waldemar-Ilja schlug vor das die Wagenburgbewohner an der Hauptstraße nördlich von Schloss Elmau versuchen sollten als Menschenkette die Polizeiabsperrung zu durchbrechen. Panne meinte dass das nicht klappen könnte. Waldemar-Ilja bestätigte das. Seine Idee war das sie mit dieser Maßnahme genug Polizisten anlocken könnten damit Leo und die Elche auf der anderen Seite, wo dann weniger Polizisten sein würden, einfach durchbrechen könnten. Ein Ablenkungsmanöver also kommentierte Harald. Plötzlich meldete Leo sich zu Wort. Er erzählte das sie noch Unterstützung von ein paar Klassenkameraden aus seiner Schule bekommen würden, nämlich Patsy die Panzerhaubitze, Manni der Bergepanzer und Gerry der Flakpnzer. Leos Tante Ju, sowie ein Freund von ihr Theo der große Panzer waren ebenfalls unterwegs nach Elmau.
Theo war ein alter T34-Panzer und zufällig bei Tante Ju zu Besuch gewesen. Als er erfuhr was in Elmau vor sich ging hatte er seine letzten Granaten eingesammelt, seinen großen Roten Stern an der Seite seines Turms aufgefrischt und hatte
sofort mit Tante Ju nach Elmau aufgemacht
Pia schlug nun einen Planänderung vor. Von Norden her sollten die Kampfgruppe 3, die Wagenburgbewohner, die Hauptstraße nördlich des Schlossen besetzen um Feindkräfte zu binden. Einer Wagenburgbewohner meinte das er ungern Teil einer Kampfgruppe sei, da er Gewalt verabscheute und die Gruppe doch besser Konfliktbewältigunsgruppe(überwiegend pazifitisch) heißen sollte. Viele stimmten diesen Vorschlag zu. Pia begann von Neuem. Die Konfliktbewältigunsgruppe(überwiegend pazifitisch), die KBG(üp)sollten von Norden her die Hauptstraße besetzen um Feindkräfte zu binden. Sobald genug feindliche Verstärkung von anderen Stellen der Polizeiabsperrung abgezogen worden sein sollten die Kapfgruppe1-Leo bestehend aus Leo, der kleine Panzer, Theo der große Panzer, Pia und Panne von Südwesten sowie die Kampfgruppe2-Tom bestehend aus Tom dem Elch und seinen Kumpels von Süd-Osten aus dem Wälder heraus angreifen. Patsy die Panzerhaubitze und Gerry der Flakpanzer sollten auf dem Wamsberg, nördlich von Schloss Elmau, Stellung beziehen, Patsy sollte das Schloss beschießen und Gerry den Luftraum darüber überwachen und frei von feindlichen Luftstreitkräften halten.
Die Kampfgruppen 1 & 2 sollten zeitgleich angreifen. Kampgruppe 1-Leo sollte alle harten Ziele, Fahrzeuge, Flugzeuge, Komandozentralen Widerstandsnester, bekämpfen. Kampofgruppe 2 -Tom sollte alle weichen Ziele, alle noch nicht geflüchteten Polizisten und Sicherheitskräfte.

Kurz nachdem alles besprochen war meldeten Patsy und Gerry das sie ihre Stellungen bezogen hatten. Leo, Pia und Panne warteten im Wald auf Manni und Theo.
Harald der Mechaniker hatte aus alten Fahrradschläuchen ein Geschirr für Tom den Elch gebastelt damit er ein Funkgerät bei sich tragen und bedienen konnte. Dadurch waren alle drei Gruppen stets über Funk verbunden.

Die KBG(üp) hatte die Hauptstraße erreicht und wurde sofort von der Polizei aufgefordert weg zu gehen. Doch niemand folgte der Aufforderung. Per Funk wurde wie erwartete weitere Polizisten angefordert. Als die Verstärkung da war und die Polizisten anfangen wollten Leute festzunehmen bildeten die Leute vom Wagenplatz eine Kette. Einer der Polizisten schlug darauf hin Harald mit einem Knüppel auf den Kopf das war das Zeichen für Waldemar-Ilja. Er zog aus seinem alten BW-Parka eine Pistole und schoss.
Die Leuchtkugel stieg auf und zerplatzte in der Luft. Die Beamten gucken verwirrt in die Luft. Waldemar-Ilja richtete die Signalpistole nun auf die Beamten und sagte: „Bäm!“ Eine Riesenexplosion hinter den Beamten riss einige von ihnen von den Füßen. Im Funkgerät hört Waldemar-Ilja Patsy aufgeregt fragen: „Und hat es geklappt?“ Waldemar hatte mit Patsy abgesprochen das wenn die Pistole auf die Beamten richtet und „Bämm“ sagt Patsy ihre neues System ‚6Schuss-1Treffer‘ ausprobieren sollte und hinter die Beamten schießen sollte. Hinter den Beamten schlugen zeitgleiche 6 155mm Granaten ein. Nun wurden wurden alle Polizisten zu der Menschenkette nördlich von Schloss Elmau beordert da die Demonstranten Wunderwaffen hatten. Die Polizisten vor Ort bewegten sich nicht mehr. Es war ihnen nicht geheuer was Waldemar-Ilja mit der Pistole angestellt hatte. Merle, eines der Kinder vom Wagenplatz, hatte sich hinten auf den Rücken ein paar Elfenflügel geschnallt und hopste mit einem Plastik-Zauberstab in der Hand fröhlich vor der Menschenkette herum. Einer der Polizisten rannte plötzlich auf Waldemar zu um ihm die Pistole weg zu nehmen. Das schwang Merle ihren Zauberstab und rief:“Abrakadabra Rum bumm bumm.“ Ein breiter Streifen hinter den Polzisten ging mit großem Getöse in Flammen auf. Als der Staub sich gelegt hatte sah man wie Merle Tant Ju hinterher winkte die gerade davon flog um ihre Bombenvorräte aufzufüllen.

Im Süden waren die Kampfgruppen 1&2 auf keinen nennenswerten Widerstand getroffen. Die Elche hatte die verwaisten Absperrungen einfach übersprungen und Manni der Bergepanzer hatte diese auf seiner Seite einfach weggerissen sodass Leo und Theo bequem durch fahren konnten. In voller Fahrt brausten Leo und Theo auf die Einfahrt des Schlosses zu. Kurz davor hielten sie an und Pia und Panne saßen ab. Pia brachte Sprengstoff am Schloss an und Panne funkte für Patsy und Tante Ju die jeweiligen Zielkoordinaten durch. Tom und die Elche verjagten derweil die Polizisten an der Menschenkette. Dabei saß Merle auf Toms Rücken und amüsierte sich prächtig.
Als sie fertig waren fuhren Leo und Theos in sichere Entfernung vom Schloss weg und richteten ihre Kanonen auf das Gebäude. Sie hatten vereinbart das Pia mit ihren Sprengsätzen anfangen sollte, danach würde Tante Ju mit einem Bombardement kommen und zum Schluss würde sich Patsy, Leo und Theo um die Reste kümmern. Manni der Bergepanzer würde zum Schluss alles einebnen
Nach dem sich der Rauch der letzten Schüsse von Patsy, Leo und Theo verzogen hatte sahen sie das für Manni nicht mehr viel zu tun übrig geblieben war.

Hinterher im Protestlager waren alle froh das niemand von ihnen verletzt worden war. Nur Gerry stand etwas traurig herum. Als Leo ihn fragte was passiert sei druckste er herum das als Tom und die Elche angriffen er einen Hubschrauber hatte starten sehen. Da er so aufgeregt gewesen war hatte er vergessen sein Funkgerät einzuschalten und bei Zielen hatte er so gezittert das der Hubschrauber ausserhalb seiner Reichweite war ehe er ihn im Visier hatte. Sie hatte das Schloss völlig um sonst zerstört.


1 Antwort auf „Spezial: Leo der kleine Panzer beim G7“


  1. 1 Elmau kapuut! Kopfstand? Pause! « geigen zählen Pingback am 11. Juni 2015 um 8:16 Uhr
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